Lichtstärke ist nicht alles

Bei heise Foto wurde dieser Tage das Voigtländer 25mm f/0.95 Objektiv getestet.

Natürlich wird angesichts der Lichtstärke jeder Fotospielzeugsammler Sabberfäden im Mundwinkel bekommen – die durch den Preis sofort wieder eintrocknen. Mal ehrlich: wer kennt jemanden, der ein 0.95er-Objektiv benutzt? Selbst das Canon 50mm f/1.2 fällt in die Kategorie unnötiger Luxus. Und bei Micro-Four-Thirds stellt sich die Frage, ob angesichts des kleinen Sensors der Objektivaufwand gerechtfertigt ist. Nicht, daß die MFT-Systeme schlecht wären. Aber wie schon letztens festgestellt: für Qualität auf DSLR-Vollformatniveau reicht es nicht ganz. Ja, die Schärfe ist ok. Aber im Weitwinkelbereich gibt es offenbar noch ziemliche Probleme (Verzeichnung, CA, …), die das MFT-System elektronisch ausgleicht. MFT hat für ambitionierte Amateurfotografen und Profis zuwenige Reserven und ist für den Gelegenheitsknipser zu teuer. Ich möchte prophezeihen, daß im Bereich der spiegellosen Systemkameras vermehrt APS-C-Modelle auftauchen werden während immer mehr DSLRs Vollformat-Sensoren erhalten. Und der Sinn eines superlichtstarken Luxusobjektivs für ein Nicht-Fisch-nicht-Fleisch-System ist dann um so fraglicher. Insbesondere, da sogar der verlinkte Test bei heise.de einigen Schwächen des Objektivs aufzählt.

Man wird sehen, ob die MFT-Hersteller die Schwierigkeiten in den Griff bekommen oder ob das MFT-Segment zwischen Smartphones und DSLRs zerrieben wird.

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