Schwerter zu Pflugscharen und Pixel zu Papier

Dieser Tage ergab es sich, daß ich nach jahrelanger virtueller Internetfotografie endlich einmal wieder Bilder in echter papierner Form haben wollte. Eigentlich ganz einfach: in den nächsten Elektronikmarkt, USB-Stick in den Automaten, alle Automatik deaktivieren, warten, fertig. Aber wie alle Ganz-Einfach-Pläne was es eben anders.

Ich habe drei verschiedene Ausbelichtungsautomaten in zwei Märkten angeschaut. Die Sofortautomaten können kein A4 und sind wahrscheinlich Farbdrucker. Ich wollte größere Formate und richtige Ausbelichtung. Leider wollten die Automaten meine quadratischen Bildformate unbedingt auf 2:3 zuschneiden, statt einfach ungenutzte Fläche weiß zu lassen. Auch der anwesende Marktmitarbeiter konnte keine entsprechende Einstellung finden. Also bin ich mit zwei möglichen Workaroundideen von dannen gezogen. Variante eins: einfach die Bilder groß genug rechnen. Variante zwei: mal gucken, was im Internet so geht.

Eine Google-Recherche und mehrere Forenbeiträge später habe ich dann mal der Firma saal digital eine Chance gegeben.

  • Pro: Sie haben eine Software, die lokal die Aufträge vorbereitet, den Beschnitt anzeigt, einen Rot-gelb-grün-Farbindikator für die Auflösungsqualität etc. pp.
  • Contra: Diese Software ist in Adobe AIR entwickelt und nur für Mac und Windows verfügbar. Für Linux bzw. Leute, die die Software nicht benötigen gibt es noch eine Onlineuploadmöglichkeit, die ich aber nicht getestet habe.
  • Contra: Die Software importiert keine 16-bit-TIFFs. Aber wenn man die Datei zur Ausbelichtung gibt sollte sie ja schon final bearbeitet sein und dann sollte die 8-Bit-Farbtiefe reichen.
  • Pro: Formatauswahl ohne Ende, auch quadratisch. Es werden auch die zugrundeliegenden Pixelzahlen genannt. Auf Wunsch kann unbeschnitten ausbelichtet werden, dann bleibt halt weißer Rand.
  • Pro: Es gibt sowohl die Consumerausbelichtung mit automatischer Korrektur von allem Möglichen (“Premiumfoto”) als auch die wichtigere unkorrigierte Ausbelichtung (“Fachabzug”).
  • Pro: Da sich das Angebot zum großen Teil an Profis richtet zahlt man auf Rechnung.
  • Pro: Lieferung per DHL, auch an Packstationen.
  • Pro: Sehr ausführliches Auftragstracking. Im Auslieferungsstatus wird sogar die DHL-Pakettrackinginfo angezeigt, so daß man sich ein paar Klicks spart.

Der Auftrag wurde verdammt schnell erledigt (die meiste Zeit hat der Transport mit DHL gebraucht), die Verpackung ist solide und das Bildergebnis hervorragend. Da mein Monitor nicht (farblich) kalibriert ist, sind die Farben auf Papier und Bildschirm natürlich nicht diesselben. Aber zumindest Kontrast und Helligkeit scheinen soweit zu passen. Jetzt werde ich mir wohl oder übel die nötigen Werkzeuge und Materialien zulegen müssen, um doch das eine oder andere Bild zu rahmen und an die Wand zu hängen…

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