“Learn to code”

“Learn to code” – gerne auch mit quickly, efficiently oder was auch immer. So werden regelmäßig Säue durchs Dorf getrieben. Auf meiner Nörgelwarteliste befand sich darum seit einiger Zeit folgender Link:

“The Janki Method Shortens the Time It’ll Take You to Learn to Code”

Nun, die Methode ist nicht so richtig neu und wird von Generationen von Schülern zum Vokabeln- und Faktenlernen erfolgreich angewendet. Aber Programmieren hat, wie viele Kreativtätigkeiten, eine eigene strukturelle Qualität. Es geht um Zusammenhänge und Konzepte. Ein Koch muß die Zutaten natürlich kennen – aber die Fähigkeit, die Zutaten fehlerfrei zu benennen macht noch keinen Meisterkoch. Wer alle Bauteile eines Motors kennt ist noch lange kein Ingenieur. Ein Farbkenner ist noch lange kein Rembrandt. Und auch beim Lernen natürlicher Sprachen stößt die Vokabelpaukerei an ihre Grenzen sobald es an den praktischen Einsatz geht. Genauso gilt beim Programmieren, daß man statt “Vokabeln” viel mehr Konzepte kennen muß: Systemarchitekturen, Protokolle, Datenbanksysteme, Sprachkonzepte (Schleifen, Bedingungen, Prozeduren, Objekte), Eventverarbeitungen. Wie die einzelnen Bezeichner heißen ist in den heutigen Zeiten fast sekundär. Solange (objektorientierte) Frameworks eine halbwegs strukturierte API besitzen können modernen IDEs dem Entwickler sehr viel syntaktische Überlegungen abnehmen. Der Rest ist strukturiertes Denken und das lernt man am besten durch Anwendung.

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