Größe und Vernunft

Letztes habe ich schon die Graubündner gelobt für ihre Olympiabewerbungsabsage. Kurz darauf dann haben auch die Wiener eine Bewerbung abgelehnt. Und natürlich war ich nicht der einzige, dem die Häufung der Vernunftentscheidungen auffiel, so äußert sich auch Oliver Fritsch in der Zeit zu sportlichen Großereignissen. Insgesamt sehen wohl immer mehr Menschen, vor allem in den betroffenen Gebieten, daß Nutzen, Kosten und Risiken solcher “Events” sehr unterschiedlich verteilt sind. Und der Trend zu größer, noch größer, immer noch größer entfremdet die Spiele im Endeffekt von der Gastgeberregion, welche zum reinen Werbeträger verkommt. So wie der Sport zum Begleitprogramm für die Show wurde. Was unterscheidet z.B. die Spiele in London von denen in Peking? Überspitzt gesagt: das Maskottchen und die Flughafenkennung auf den Tickets. Es dürfte der Welt nicht schaden, wenn das Wachstum um des Wachstums Willen endlich abgelöst wird von einer nachhaltigen Vernunft. “Sustainability” statt “too big to fail”. Auch das kann Globalisierung sein. Und die fängt in den Regionen an und bei jedem einzelnen.

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