König Midas

Seit ewigen Zeiten wird immer wieder die Märchensau vom Goldstandard durchs Dorf getrieben und die Leute glauben den Mist auch noch. Da wird gegen flüchtiges Papiergeld gewettert und das ach so beständige Gold gelobt. Man braucht da nur die Forumsdiskussion zum Telepolisartikel An Gold ist nichts real überfliegen.

Wer Graebers “Debt – the first 5000 years” liest, erfährt wie Gold zu seinem Wert gekommen ist: als ein Token, dessen Wert darin bestand Steuern und Schutzgeld zu zahlen. Wär der Geschmack damals anders gewesen, wären vielleicht andere Materialien verwendet worden. Gold ist also genauso ein virtuelles “fiat money” wie alle anderen Zahlungsmittel und wird nur durch wirtschafts und militärische Macht gestützt weil es einfach schon so lange dafür genutzt wird, daß sich die Menschen daran gewöhnt haben. Aber auch früher haben Herrscher mal eben Goldanteile in den Münzen gestreckt.

Wer heutzutage immer noch glaubt, Gold wäre ewig wertvoll, der sollte schnell mal in Wikipedia nach König Midas schauen. Denn wenn der Tag des jünsten Gerichts ausbricht dann werden nicht diejenigen herrschen, die Gold im Tresor haben sondern die, welche Nahrung und Waffen gehortet haben.

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