Die Weitsicht des Ray Bradbury

Ich hatte in einem ähnlichen Kontext schon einmal Ray Bradbury zitiert:

Fire-Captain Beatty, in my novel Fahrenheit 451, described how the books were burned first by minori­ties, each ripping a page or a paragraph from this book, then that, until the day came when the books were empty and the minds shut and the libraries closed forever. (Coda von Ray Bradbury zu Fahrenheit 451)

Dieser Tage habe ich wieder den Umstand verflucht, daß Fahrenheit 451 so ein dünnes Bändchen ist. Wäre es dicker und schwerer könnte man es manchen Leuten mal so richtig auf den Hinterkopf hauen – natürlich nur zur Steigerung des Denkvermögens.

Zumindest sind es nur Warnhinweise, was laut Zeit-Online-Artikel mancherorts in den USA überlegt wird. Die Bücher komplett zu zensieren wagen sie zum Glück noch nicht. und schließlich werden auch heute schon viele bedeutende Werke der Weltliteratur durch ein oder mehrere Vorwörter erklärt. Die Frage ist halt, wie die Gesellschaft mit den Warnhinweisen umgeht. Sind es Haftungsausschlüsse für die Bibliotheken? “Kein Grund zur Beschwerde, stand doch auf dem Umschlag, daß da böse Wörter drin vorkommen.” Oder werden die Leser dann die Bücher meiden? “Hoffentlich sieht mich der Nachbar nicht mit dem Schweinskram…”

Und so bleibt zu hoffen, daß die Warnhinweise genauso wirken wie bei Zigaretten und Alkohol. Gar nicht bis kontraproduktiv.

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  1. Pingback: Age 451 | Zentriere Dich

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