Das war ja einfach

Heute habe ich mein Elektronikbastellabor um ein paar Gadget erweitert. Und dabei verschiedene Dinge gelernt:

  • Für die Einstellung des “Third-Hand”-Tools braucht man vier Hände.
  • Ein 8W-Lötkolben ist die unterste sinnvolle Grenze. Damit sich was tut, mußte ich die Regelung immer bis auf Anschlag drehen. Hitze, bei welcher Kolophonium verdampft beeindruckt Lötzinn noch lange nicht.
  • Beim nächsten Heimatbesuch muß ich mal suchen, ob die alten Kanülen noch da sind zum Schaltkreise auslöten.
  • Die Steckzungen an den Mikroschaltern im Joystick sind vermutlich aus Messing. Oder Teflon. Lötzinn perlt daran jedenfalls ab…

Ich hab mich dann vom Joystick ab- und dem Atari-XL-USB-Adapterprojekt zugewandt.

Die dabei gelernten Sachen sind dann überraschend angenehm.

  • Gut, daß ich zu Atari-ST-Zeiten dieses Turbolinkdingens erworben hatte, welches den Atari-XL-SIO-Port aus den Atari-ST-RS232-Anschluß umsetzt. Dadurch hatte ich einen wunderbar gearbeiteten SIO-Stecker mit Kabel (graues Kabel oben im Bild).
  • Der Atari-XL-SIO-Port versteht sich ohne weitere Umsetzung perfekt mit dem seriellen Hardwareport eines Arduino (Luftkabelage im Bild, erstmal nur am Bus lauschend).
  • RS232 benutzt keine TTL-Spannungen. Das erklärt dann auch die komische Schaltung im Turbolink, die mir (ohne tiefere Analyse) sehr nach Pegelanpassung aussah.

Leider schleift der Turbolinkstecker die Command-Leitung nicht durch. Ich muß also noch rauskriegen, wie ich nur durch Lauschen am Bus korrekt erkenne, ob meine Schaltung gemeint ist. Das Problem ist, daß ich nach Schreibbefehlen auf die XF551 nicht weiß, ob dort eine Double-Density-Disk mit 256 Bytes pro Sektor drin liegt oder eine Singe/Medium-Density-Disk mit 128 Byte pro Sektor und wann genau der Datenframe zuende ist. Wenn dann in den Daten ein passender Commandframe drin steckt, fühlt sich das Arduinointerface fälschlicherweise zuständig… Oder doch auf die Suche gehen, nach einem vollwertigen Stecker?

Update: Bei genauer Betrachtung fiel mir auf, daß die Steckerkontakte einzelne Federn sind. Mit etwas Fingerspitzengefühl konnte ich also den ungenutzten Kontakt 8 (“Motor Control”) transplantieren nach 7 (“Command”). Nur am anderen Ende des Kabels mußte ich die bereits totgelegte Leitung neu beleben, sprich: abisolieren. Allerdings scheint der Arduino keine serielle Kommunikation in Interrupts zu mögen. Aber mit einer klassischen Eventschleife gings dann wieder…

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