Schlechtwetterfotografie, Langzeitbelichtung und Nik Collection

Anstelle einer Antwort auf einen Kommentar bei Google+ schreibe ich meine Gedanken gleich in einen weiteren Beitrag…

Schlechtes Wetter ist ja eine gute Grundlage für ungewöhnliche Fotos, aber persönlich bin ich da wohl zu ungeduldig. Bei feuchtem und windigem Wetter ist die Schrauberei an mit Stativ, Filtern etc. nicht spaßig, wenn irgendwann die Finger taub werden. Bei mir kommt noch dazu, daß meine Brille in kurzer Zeit voller Wassertropfen ist und ich damit ziemlich blind. Weil sich bei mir Altersweitsichtigkeit und “normale” Kurzsichtigkeit ein Stelldichein geben, helfen auch keine Kontaktlinsen gegen meine “Regenblindheit”.

Mit dem Eidersperrwerk stehe ich fotografisch sowieso auf Kriegsfuß. So imposant die Anlage ist, so schwierig ist es, sie abzulichten. Dieses Jahr war ich insofern vorbereitet, daß ich das Stativ und die Graufilter für Langzeitbelichtung dabei hatte. Dumm nur, daß ich vergessen hatte, daß an der Samsung NX500 Bulb sinnvoll nur mit (daheim vergessenen) Fernauslöser geht, d.h. Start/Stop-Funktion. Mit dem eingebauten Auslöser bleibt der Verschluß nur solange offen, wie man draufdrückt. Einen Menüeintrag um dieses Verhalten zu ändern, habe ich trotz gründlicher Suche nicht gefunden. Also hatte ich nur maximal 30 Sekunden.

Außerdem bin ich immer noch nicht ganz sicher, wie sich Weitwinkel, Graufilter und Reflektionen gegenseitig bedingen. Zuletzt hatte ich mir extra 58mm-Filter + Adapter zugelegt, weil kleinere Filtersets bei mehreren vorgeschraubten Filtern bei 16mm Weitwinkel deutlich vignettierten. Bei den 58mm-Filtern bin ich mir bzgl. Vignettierung immer noch nicht sicher. Reflektionen sind hingegen auf den meisten Aufnahmen bei 21mm Brennweite zu sehen.

Da seit Ostern die Nik Collection kostenlos abgegeben wird, habe ich diese auch mal probiert. Mein Eindruck: die lokalen Änderungen über die Control Points sind sehr nützlich, die globalen Änderungen kann ich mit Lightroom besser durchführen. Leider integriert sich der Workflow der Nik Tools nicht in meinen Standardworkflow in Lightroom, die Änderungen finden nämlich nichtreversibel auf einer TIFF-Kopie des Rawbildes statt. Mangels Photoshop kann ich auch nicht sagen, ob die Einbindung der Plugins dort besser gelöst ist. Ich bleibe also vorerst bei Lightroom. Mit etwas Fingerspitzengefühl kann man auch dort mithilfe des Korrekturpinsels in gewissem Rahmen lokale Anpassungen vornehmen. Z.B. habe ich im Bild oben Kontrast und Zeichnung im Wasserbereich gegenüber dem restlichen Bild angehoben. Meistens sind mir solche lokalen Änderungen aber zu aufwendig

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